Sicherheit mit Schlössern, Passwörtern und Tracking-Software
Anleitung: So schützen Sie Ihr Notebook vor Datendieben
Moritz Zielenkewitz
Schlanke und leichte Notebooks haben nicht nur Vorteile: Ein kurzer Gang zur Toilette und schon ist das Gerät gestohlen oder persönliche Daten abgezweigt. Damit Ihnen das nicht passiert oder Sie wenigstens wieder an Ihre Dokumente gelangen, sollten Sie einige Tipps befolgen.
Inhalt
- Warum innere Sicherheit nicht ausreicht
- 1. Sicherung: Das Notebook festzurren
- 2. Sicherung: Windows-Passwort
- 3. Sicherung: BIOS-Passwort
- 4. Sicherung: Verschlüsselte Daten
- 5. Sicherung: Tracking-Software
- 6. Sicherung: Regelmäßige Backups
- Fazit: Vorsicht auf mehreren Ebenen
Warum innere Sicherheit nicht ausreicht
Die meisten Computer sind gegen Bedrohungen aus dem Internet gut gewappnet: Firewall, Virenscanner und Spyware-Tools wie Ad-Aware oder Spybot halten Schädlinge und unbefugte Zugriffe vom Rechner fern. Doch wer ein Notebook benutzt und regelmäßig unterwegs einsetzt, hat mit einer viel unmittelbareren Gefahr zu kämpfen: dem Diebstahl des Computers.
Aktuelle Laptops übersteigen schnell die Grenze von eintausend Euro, dank der geringen Größe haben Diebe leichtes Spiel, die Hardware in einem unbemerkten Augenblick einzustecken. Dieser Effekt hat sich durch die oftmals nur handtellergroßen Netbooks und immer mehr frei zugängliche Hotspots für kabellose Internetanbindung noch weiter verstärkt.
In vielen Fällen - speziell bei Laptops, die entweder beruflich oder als Ersatz für den Desktop-PC genutzt werden - ist der Verlust des Geräts an sich nicht das Hauptproblem. Vielmehr sind die darauf gespeicherten Daten wertvoll oder so sensibel, dass sie nicht in fremde Hände gelangen sollten. Bei einem ungesicherten Notebook hat der Dieb Zugriff auf Dokumente, Passwörter, E-Mail-Postfach und etliche weitere kritische Informationen.
1. Sicherung: Das Notebook festzurren
Damit das Notebook nicht gestohlen wird, lässt es sich mit Schlössern und Drahtseilen befestigen. Das funktioniert ganz ähnlich wie bei einem Fahrradschloss und sorgt für akzeptablen Schutz, solange der Computer an einem massiven Gegenstand befestigt werden kann. Der Großteil aktueller Laptops besitzt an der Seite eine entsprechende Öffnung, um Notebook-Schlösser zu befestigen.

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Sicher, aber unpraktisch: Notebook-Schloss von Kensington.
Nachteil: Zwar halten Notebook-Schlösser das Gerät zuverlässig an Ort und Stelle, sind dabei jedoch auch unpraktisch. Wer geschäftlich unterwegs ist oder im Internet-Café schnell seine E-Mails nachschauen möchte, wird kaum ein Drahtseil mit sich herumtragen und erst viel Zeit investieren, um den Laptop ordnungsgemäß anzuleinen. Außerdem richtet ein solches Schloss nichts aus, wenn heimlich Daten auf einen USB-Stick kopiert werden.
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Was auch nicht schlecht ist mit Steganos Security Suite einen Datensave einzurichten. Bei entsprechend gut gewähltem Passwort ist dieser auch unknackbar und nur wenn der Laptop im laufenden Betrieb geklaut würde und der Save offen ist könnte man auf die Daten zugreifen. Gibt natürlich auch Freeware die sowas kann, kenn aber direkt keine bzw. hab nie Freeware getestet.
Zitat:
Ich nehme an, dass auch das System auf der Festplatte installiert wird?
Hi,
Ein Problem mit der Verschlüsselung von Daten mit Boardmitteln von XP ist mir mal aufgefallen. Allerdings kann es sein, daß dieser Umstand mitlerweile behoben ist --was ich aber nicht weiß.
Die Verschlüsselung funktioniert mitunter mit der BenutzerID, die hinter jede Kennung liegt.
Wenn die UID nicht mit der übereinstimmt, die verwendet wurde um die Daten zu verschlüsseln, dann lassen sich die Daten nicht mehr entschlüsseln.
Wenn man auf dem selben Rechner zweimal Win installiert und den jeweils gleichen Benutzer anlegt, hat man unterschiedliche IDs.
Ich hatte die Daten auf eine externe Festplatte (auch ntfs) gesichert, bin aber nicht mehr an die Infos gekommen, nachdem die interne Platte in meinem Rechner den Geist aufgegeben hat und das Teil neu installiert werden mußte.
Zum Glück hatte ich mir so etwas schon gedacht und habe nur ein paar Testdaten in diesen Ordnern gehabt!
Nur zur Info...
Grüße Grunzer
Habe nochmal nachgeforscht und mitlerweile gibt es einige Seiten, die Infos hierzu vorhalten. Jetzt habe ich auch verstanden, warum ich keine Option zu diesem Thema in Win selber gefunden habe :-)
Ver- und Entschlüsselung unter Windows XP
In Windows XP lassen sich auf NTFS-Partitionen Dateien und Ordner "verschlüsseln", d. h. man kann sie vor direktem Zugriff von anderen Konten / Rechnern schützen. Dazu sind nur ein paar Handgriffe notwendig:
1. Markiere die Dateien / Ordner
2. Klicke mit der rechten Maustaste darauf und dann auf "Eigenschaften"
3. Nun unten auf "Erweitert" klicken
4. Aktiviere das Häkchen bei Inhalt verschlüsseln um Daten zu schützen.
5. Jetzt 2x mit OK bestätigen
* Dateien:
bei der Abfrage, ob auch der gesammte Ordner verschlüsselt werden soll, ist es sinnvoll "Ja" zu sagen. Denn wenn evtl. irgendwann "Temoräre Dateien" automatisch (z. B. beim bearbeiten) dazu angelegt werden, können diese ausgelesen werden.
* Ordner:
bei der Abfrage, ob auch alle Dateien und Unterordner verschlüsselt werden sollen, ist es ebenfalls ratsam "Ja" zu wählen. Denn damit ist gewährleistet, dass auch alle neuen Dateien die hinzukommen verschlüsselt werden.
Die Dateien / Ordner sollten nun im WindowsExplorer grün erscheinen.
Bei der Verschlüsselung ist es wichtig den Schlüssel extern zu sichern. Denn wenn der Schlüssel einmal weg ist, z. B. durch Formatierung, Absturz oder Löschung, können sämtliche verschlüsselte Dateien und Ordner nicht wieder geöffnet werden.
Die Sicherung des Schlüssels ist ebenfalls mit ein paar Handgriffen erledigt und sollte unbedigt durchgeführt werden:
1. Starte den Internet-Explorer
2. Im Menü "Extras" auf "Internetoptionen" und zum Register "Inhalte"
3. Hier auf Zertifikate
4. Wähle das Zertifikat mit dem Zweck "Verschlüsselndes Dateisystem"
5. Klicke auf "Exportieren"
6. Jetzt auf "Weiter", dann auf "Ja, privaten Schlüssel exportieren" und dann wieder auf "Weiter"
7. Wähle nun ein sicheres Kennwort (jeder Schutz ist nur so gut wie sein Kennwort)
8. Nun noch den Speicherort auswählen, z. B. Diskette.
Beim "Importieren" ist es ähnlich. Hier zuerst den Speicherort der *.pfx dann das Kennwort angeben. Wichtig: "Schlüssel als exportierbar makieren".
Danke an h**p://###.maxes-baustelle.de/tipps_verschluesselung.php
Grüße Grunzer
Wow. Das ist ja einfach... da lob' ich mir aber mein Mac OS X:
Systemeinstellungen -> Sicherheit -> FileVault aktivieren. Fertsch ;-)
Aber wirklich :-)
Vor allem finde ich es extrem lustig, daß man den IE braucht um das Cert. zu exportieren!
Grüße
Zitat:
Datensafe, nehm ich an?
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