Gute Prognosen für Pornografie auf Handys
Sex zum Mitnehmen: Erotikbranche setzt auf Mobilfunk
Yasmin Kötter
Die Erotikindustrie streckt ihre Fühler in Richtung Handy-Markt aus: Nicht jugendfreie Inhalte sollen im Mobilfunkbereich bis 2012 bis zu 1,5 Millarden Dollar einbringen, so ein amerikanisches Marktforschungs-Unternehmen. Vor allem auf leistungsfähige Mobiltelefone komme es beim Ausbau des Marktes an. Diese Prognosen wurden auf der Messe für mobile Erwachsenenunterhaltung aufgestellt.
Seit 2005 treffen sich im amerikanischen Florida jährlich Anbieter von Erwachsenenunterhaltung auf der Suche nach Möglichkeiten, die Erotikbranche an der Einnahmequelle Mobilfunkmarkt teilhaben zu lassen. Auch auf dem diesjährigen so genannten "MAC-Congress" (Mobile Adult Content) ging es um den "verantwortungsbewussten Zugang und die Bereitstellung von Erwachsenenunterhaltung auf Mobiltelefonen".
Dort fühlten die Teilnehmer den Aufwind der mobilen Erotik: Die Prognosen für einen wachsenden Markt in den kommenden Jahren stehen laut Juniper Research, einem amerikanischen Marktforschungs-Unternehmen, gut. Erotik auf dem Handy erreiche in Europa demnach bis 2012 ein Marktvolumen von 1,5 Millarden Dollar. Bisher liege das bei lediglich 775 Millionen Dollar. Weltweit seien in den nächsten Jahren mit 3,5 Millarden zu rechnen, so Jupiter Research. Video-Streams und Video-Chat stünden dabei ganz oben auf der Liste der genutzen Dienste.

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Die Branche zeigte sich auf dem MACC äußerst zuversichtlich.
Die Amerikaner zeigen sich gewohnt prüde, wenn es um Pornografie auf dem Handy geht. Bislang gibt es wenige Anbieter, die erotische Dienste bereitstellen - nicht zuletzt wegen der scharfen Kontrollmaßnahmen innerhalb der Branche. In Deutschland gibt es entsprechende Angebote, die in den meisten Fällen aber nicht explizit beworben werden. Hierzulande ist vor allem der Jugendschutz wichtig, eindeutige Inhalte dürfen nicht offen zugänglich sein.
Ansonsten ist der aktuelle Stand der Technik ausschlaggebend für die Verbreitung mobiler Erotik: Große Displays und hohe Bildauflösung sind Attribute der aktuellen Handy-Modelle, die die Nutzung der Erotik-Dienste erst sinnvoll machen. So gilt etwa das Apple iPhone in der Erotikbranche als zukunftsträchtige Plattform für Pornografie.
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