Vielversprechendes Konzept durch breite Verfügbarkeit
Google Lively: 3D-Chat statt Second-Life-Imitat
Yasmin Kötter
Google-Grundsatz: Lively überall verfügbar machen
Die Raffinesse und der mögliche Erfolgsgrund von Lively liegen in der einfachen Verfügbarkeit der Chats: Die Räume lassen sich mit Hilfe eines Plug-Ins beliebig auf der eigenen Internetseite einbetten. So müssen Nutzer sich nicht zentral einloggen, sondern stolpern theoretisch im gesamten Internet auf Chat-Räume. Dadurch könnte Google eine rasante Verbreitung seines neuen Dienstes erreichen. Zweifelsohne ein vielversprechendes Konzept.
Unter jedem verfügbaren Raum steht ein Embed-Code bereit. Wer den Windows-Client für Google Lively installiert hat, kann den Raum kopieren und auf dem eigenen Blog oder in sein Profil von Social-Networking-Seiten wie Facebook einbetten. Der Chat an sich birgt keine Überraschungen: Der Text schwebt in Sprechblasen über den Köpfen der Avatare, die sich im Raum befinden.

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Die Chat-Räume lassen sich beliebig auf der eigenen Internetseite einbetten.
Systemvoraussetzungen: Bisher nur für Windows
Lively läuft unter Windows XP oder Vista. Die Systemvoraussetzungen: Pentium III mit 800 Megahertz Taktfrequenz, 512 Megabyte Arbeitsspeicher, 3D-Grafikkarte mit mindestens 32 Megabyte Speicher, den Flash Player ab Version 9 und eine Breitband-Internetverbindung. Wie sich dem Google-Blog entnehmen lässt, plant Google auch Lively-Versionen für Mac und Linux.
Der Vorteil von Lively gegenüber Second Life: Die Nutzer müssen nicht völlig in die virtuelle Welt abtauchen, um dort andere zu treffen, sondern können Google Lively nebenbei laufen lassen. Sie können mit Freunden chatten und neue Bekanntschaften schließen, während sie weiter im Internet surfen. Dadurch dürften die Nutzerzahlen schnell in die Höhe schießen.
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