Der Montagmorgen aus Sicht der netzwelt
Waschende PCs: Technologiesprung IFA 2008
Mehmet Toprak
Der wichtigste Trend der IFA ging an vielen Fans der Computer- und Unterhaltungselektronik ganz unbemerkt vorbei. In diesem Jahr hat die Computertechnik eine neue Qualität erreicht. Statt nur virtuelle Dinge wie Texte, Tabellen oder Bilder zu produzieren, machen sich Computer erstmals nützlich.
Der Waschcomputer von LG
Ein Beispiel dafür ist der LG-Rechner F1403TDS6. Die Geräte sind sogar in der Lage, Wäsche zu waschen. Eine riesige Edelstahltrommel nimmt bis zu neun Kilo Wäsche auf. Ganz ähnlich wie eine Festplatte rotiert die Trommel mit Direktantrieb. Die Umdrehungsgeschwindigkeit liegt mit 1.400 Umdrehungen zwar nicht ganz so hoch wie bei einer Seagate Barracuda, aber die muss auch keine neun Kilo Wäsche waschen, die sich mit zehn Litern Wasser vollgesogen hat.
Daneben haben die LG noch eine Reihe weiterer computergesteuerter Funktionen, darunter "Load Sensing", die automatische Erkennung des Füllstands, oder die automatische Schaumerkennung. Das kreisrunde 14-Zoll-Analog-Display, liebevoll auch Bullauge genannt, gestattet die Live-Kontrolle aller Funktionen.

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Die F1403TDS6 dreht mit 1400 Umdrehungen pro Minute nicht so schnell wie eine Seagate Barracuda (7200 Umdrehungen), kann dafür aber Wäsche waschen. Bild: LG
Der Latte Macchiato-Computer von Jura
Ein echt multitaskingfähiger Rechner des Schweizer Herstellers Jura: Der Impressa Z5 2@1 macht nämlich zwei Tassen Cappuccino oder Latte Macchiato gleichzeitig. Vor allem für den Latte Macchiato ist Hightech nötig: unten die Milch, dann etwas Espresso, oben der Schaum. So viel Rechenpower hat natürlich ihren Preis. Der Impressa Z5 2@1 ist ab 1.990 Euro erhältlich.

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Glückliche Anwender: Die Impressa Z5 2@1 bereitet zwei Latte Macchiato gleichzeitig zu. Bild: Jura
Der Spül-Computer von AEG
Ganz im Zeichen des Energiesparens steht Favorit Öko Plus der Traditionsmarke AEG. Das Gerät soll bis zu 60 Prozent Energie sparen. Verantwortlich ist auch hier eine "intelligente Software", die die Öko-Plus-Option steuert.
Der Staubsaug-Computer von Thomas
Ein Glanzstück unter den Home Appliances@IFA 2008 kommt vom Unternehmen Thomas. Kernstück der Staubsaug-Computer Twin T1 Aquafilter und Thomas Genius S1 Aquafilter ist eine innovative Wasserfiltertechnik. Die Geräte kommen ohne Staubbeutel aus. Staub, Bakterien und Milben werden im Wasser gebunden. Außerdem ist das Gerät im Vergleich sehr energieeffizient. Er verbraucht nur 1.600 Watt, kaum mehr als ein aktueller Gaming-PC mit Dual-Grafikkarte.
Der Kühl-Computer von Siemens
Beim Thema Multimedia gibt sich coolMedia von Siemens keine Blöße. Das einen Meter neunzig hohe Kühlaggregat hat einen 17-Zoll-LCD-Fernseher im 16:9 Format. Der Fernseher ist HD-ready. Wer keinen Satellitenanschluss hat, nutzt den integrierten DVB-T-Tuner. Und damit dem Anwender während des langen Fernsehabends im Stehen die Kräfte nicht verlassen, hält coolMedia sogar Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch bereit, ganz wie ein Kühlschrank.
Egal, welche dieser Home-Appliances am meisten Hightech-Faszination verströmt, eine Prognose darf man jetzt schon wagen: Hightech-Geräte wie Waschmaschinen, Trockner und Staubsauger werden uns noch viele Jahre begleiten.
Eine erfolgreiche Woche wünscht Ihnen die Redaktion netzwelt - die ihren Kaffee derzeit noch fast ohne Hightech zubereitet.
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