Musik über Protonen und Teilchenbeschleuniger
Kurzfilm: Rappende Physiker und schwarze Löcher
Yasmin Kötter
Physik kann sehr unterhaltsam sein: Das beweisen gleich zwei musikalische Werke, beide entstanden in Genf an der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN). Was die Wissenschaftler dort machen, lässt sich entweder nachlesen oder aber in Form eines fünfminuten Rap-Liedes erfahren.
Der Large Hadron Rap erläutert, welche Funktion der so genannte Große Hadronen Speicherring hat, ein riesiger Teilchenbeschleuniger. Mit diesem wollen die Forscher mehr über die Zusammensetzung der Materie erfahren. Mitarbeiter des CERN erklären mit Sprechgesang, Fotos und Animationen, wie der Teilchenbeschleuniger arbeitet - garantiert unterhaltsamer als die meisten Physiklehrer oder Professoren es könnten.
Vom Big Bang: Rap über die Arbeit des CERN.
Weniger Details aus der Welt der Physik, dafür mehr Zwischenmenschliches baut die erste Girlgroup des CERN in ihre Lieder ein. Die Les Horribles Cernettes gründeten sich bereits 1990. Eine der Frauen wollte ihrem Freund, einem hart arbeitenden Physiker, zu verstehen geben, dass er sich weniger um die Physik und mehr um sie kümmern sollte.
Les Horribles Cernettes mit dem Song "Collider"
Die Frauen-Combo hat mehrere Lieder auf CD herausgebracht und einige Videos gedreht - selbstredend im CERN. Ihren größten Auftritt hatten sie 1992 im Rahmen der Weltausstellung EXPO in Sevilla. Noch immer hoffen sie auf den musikalischen Druchbruch, heißt es auf ihrer Website: "Damit wir unseren Freunden je einen kleinen Teilchenbeschleuniger kaufen können. Den stellen wir direkt neben den Swimmingpool in den Garten, dann können die Männer ab und zu eine Pause machen und uns mit der Sonnencreme helfen."
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