HD-Sendungen auf externen Festplatten aufnehmen
Im Test: Trekstor SatCorder neptune Full-HD 1080i
Jens Fliege
Wer jemals ein verpixeltes DVB-T-Bild auf einem HD-Fernseher gesehen hat, weiß, dass er sein Heil nur im Kauf einer Sat-Anlage finden kann. Die Programmvielfalt, die eine "Schüssel" vom Himmel holt, ist nicht nur gigantisch, sondern wird je nach Auslastung des Transponders in guter bis sehr guter digitaler Qualität geliefert.
Inhalt
- HD-Qualität zurzeit noch Mangelware
- Premiere: Trekstors erster Sat-Receiver
- Der Clou mit der Festplatte
- Marktsituation bei externen Festplatten
- Start mit Firmware-Update
- Menüeinstellungen und Fernsehbild
- Die erste Aufnahme
- Always on? Externe Festplatten als Aufnahmemedium
- Video-, Audio- und Bild-Dateien abspielen
- Fazit
In diesem attraktiven Segment will nun auch Trekstor, bislang eher als Hersteller von Festplatten und MP3-Playern bekannt, Fuß fassen und hat daher ein eigenes Produkt auf den Markt gebracht. Netzwelt hat sich den etwa 300 Euro teuren "SatCorder neptune Full-HD 1080i" genauer angesehen.
HD-Qualität zurzeit noch Mangelware
Obwohl sich der SatCorder explizit als Full HD-Recorder versteht, gibt es zurzeit wenige Sender, bei denen ein HD-Signal aufgezeichnet werden kann. Auf Astra 19,2 sind momentan (Sept. 2008) nur Arte oder Anixe in hochauflösender Qualität aufgeschaltet. Das soll sich in nächster Zeit ändern: "Wir rechnen damit, dass wir bis 2010 circa 100 Sender in HD-Qualität haben werden", sagt Astra-Presseschef Markus Payer.
Wer also für die HD-Zukunft gerüstet sein möchte oder Arte-Sendungen bevorzugt ansieht, kann mit einer digitalen Settop-Box Videostreams in voller High-Definition-Auflösung auf die Festplatte bannen. Eine zusätzliche Option stellen kostenpflichtige HD-Programme wie Premiere dar, doch dafür muss der Kunde zusätzlich eine so genannte Common Interface-Karte (CI) erwerben. Immerhin kann der SatCorder hier mit zwei Slots für CI-Karten aufwarten. Die Erweiterung der HD-Programme ist also kein Problem.

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Kartoninhalt des SatCorder neptune Full-HD 1080i
(Klick vergrößert.)
Premiere: Trekstors erster Sat-Receiver
Neueinsteiger Trekstor geht mit dem "SatCorder neptune" einen anderen Weg als etablierte Hersteller von Sat-Receivern wie Humax oder TechniSat. Anstatt die Festplatte im Gehäuse zu verankern, wird sie kurzerhand eingespart und die eigentliche HD-Aufnahme über den USB-Ausgang ausgegeben. Der SatCorder verfügt also nicht, wie üblich, über ein internes Speichermedium und wird daher bei Online-Kaufhäusern wie Amazon korrekterweise auch nicht in der Kategorie "Festplatten-Recorder" gelistet.
Trekstor SatCorder neptune Full-HD 1080i
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Der Clou mit der Festplatte
Trekstors Idee ist geschäftstüchtig. Schließlich gehören kostengünstige externe Festplatten seit Jahren zum festen Programm des Herstellers. Auf der einen Seite spart man sich den Einbau im Gerät und kann den Rekorder dadurch günstiger als die Konkurrenz anbieten. Auf der anderen Seite hat man den Zukauf gleich im Portfolio und muss ihn nur noch empfehlen.
Damit diese Botschaft auch wirklich beim Kunden ankommt, kann eine 160 Gigabyte Festplatte gegen ein aufwändiges Registrierungsprozedere mit Kassenbon und Seriennummer kostenlos über einen im Karton beiliegenden Gutschein geordert werden. Die Aktion ist bis zum 31. Dezember 2008 gültig. In Anbetracht der großen Datenmengen, die bei HD fällig werden, und der günstigen Preise für externe Festplatten stellt sich allerdings die Frage, ob sich dieses Gratis-Angebot wirklich lohnt.
Marktsituation bei externen Festplatten
Aktuelle USB-Festplatten mit 500 Gigabyte kosten im Einkauf keine hundert Euro mehr. Ein HD-fähiges Empfangsgerät mit 250 Gigabyte Kapazität wie der "Topfield TF 7700 HD PVR" liegt bei 370 Euro. Hier kann sich der SatCorder durchaus positionieren. Trekstors Receiver liegt im Preissegment je nach Anbieter zwischen 250 und 300 Euro. Die gesparten 100 Euro im Vergleich zum Topfield-Gerät könnten direkt in externen Speicher angelegt werden. Aber wie komfortabel gestaltet sich die Aufnahme mit externer Festplatte und SatCorder in der Praxis?
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Der Vergleich mit dem Topfield hinkt aber extrem. Der Topfield ist ein Twinreceiver.
Der Trekstor hat nur einen Tuner - das ist nicht gerade ein Schnäppchen mit 300€.
Der Satcorder ist deutlich unter 300 Euro zu haben. Da ist also durchaus noch Spielraum. Aber du hast recht: Twin ist sicherlich ein Ausstattungsmerkmal, das dem Gerät fehlt.
Der Topfield HSCI 7700 nimmt ebenfalls mit externer Festplatte auf. Ist den meisten eher unbekannt. Läuft Problemlos mit 1 Terrabyte Festplatten und Bildqualitativ was die HD Bilder anbetrifft sehr zu empfehlen. Nachteil wie bei dem Trekstor ist ebenfalls der fehlende zweite Tuner. Andere Sende gucken ist trotzdem möglich, da ja mehrere Sender auf einer Bandbreite liegen.
Natürlich ist das ein gewagtes Trekstor, da die Erfahrung in Sachen Sat-Receiver sicherlich nicht all zu groß ist. Aber mal sehen, was sich darauf entwickelt.
Man kann ja nicht nur die anderen Programme auf dem Transponder gucken. Hab noch einen ollen DVB-T-Receiver rumstehen. Immer dann wenn der Sat-Receiver aufzeichnet und die Dame des Hauses fernsehen will, wird der aktiviert... die Basis-Programme gibt's ja auch terristisch. Theoretisch könnte ich auch Kabel anschließen (Mehrparteienkebelvertrag). Aber das Kabel nervt..
Zitat:
Siehst du das kommt davon wenn man sich beim Kauf von so einem Receiver nicht im Forum beraten lässt ;)
Och, wir kommen gut aus, der DVB-T-Receiver und ich... in der SCART-Buchse eingestöpselt wird er als Not-Lösung gerne genommen. An schlimmen Tagen mit dicken Wolkenfelder ist sogar der Empfang besser als über Schüssel...
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