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02.10.2008
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Eine hochwertige Kompaktkamera für mehr als Geotagging

Wegweisend: GPS-Kamera Nikon Coolpix P6000 im Test

Digitalkamera

Nikon hat in die P6000, wie auch schon in viele andere Modelle, seine Bildstabilisatortechnik Vibration Reduction (VR) mit einer beweglichen Linsengruppe und die automatische Kontrast- und Helligkeitskorrektur namens D-Lightning eingebaut. Per Netzwerkkabel kann man sogar direkt Fotos aus der Kamera in Nikons Foto-Community My Picturetown hochladen.

Praktisch ist die Funktionstaste, die sich den eigenen Bedürfnissen entsprechend mit 18 unterschiedlichen Funktionen belegen lässt. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die Existenz eines optischen Suchers. Er bietet zwar nicht den Komfort wie der Sucher einer Spiegelreflexkamera, erlaubt es aber trotzdem, den Akku durch Ausschalten des Displays zu schonen.

Videos kann die P6000 inklusive Ton aufnehmen. Leider ist der nachziehende Autofokus so laut, dass er die Videoaufnahme stört. Ohne Nachbearbeitung der Tonspur sind die Videos also nicht zu gebrauchen, dabei liegt ihre maximale Auflösung immerhin bei 640 x 480 Pixeln bei 30 Bildern in der Sekunde. Eine nette Zugabe ist die Zeitraffer-Funktion: Kamera auf ein Stativ stellen, Intervall auswählen, Aufnahme starten und am Ende den ganzen Tag in wenigen Minuten oder Sekunden an sich vorüber ziehen lassen.

Nikon Coolpix P6000

  • Nikon Coolpix P6000
  • Nikon Coolpix P6000
  • Nikon Coolpix P6000
  • Nikon Coolpix P6000
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Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen eines externen Ladegeräts. Zwar kann man ein Ladegerät optional erstehen, aber das mitgelieferte Ladekabel der P6000 bietet keine Vorteile gegenüber einem Ladegerät. Der Kauf eines Ersatzakkus ist also zwangsläufig mit dem Erwerb eines Ladegeräts verbunden.

Fazit

Nikons Zielgruppe für die P6000 dürften Neueinsteiger ins Geotagging sein und weniger Neueinsteiger in die Fotografie. Der größte Nachteil ist momentan die Wartezeit, bis die Kamera die Satellitensignale verarbeitet. Dies liegt jedoch hauptsächlich am GPS-System und weniger an Nikon. Abhilfe könnte vielleicht ein Standby-Modus schaffen, wie ihn Navis für Autos besitzen. Dieser ginge aber deutlich zu Lasten der Akkulaufzeit. Wer jedoch schon eine brauchbare Kamera besitzt, kommt mit einem externen GPS-Empfänger besser und meist auch billiger davon als mit dem Kauf der P6000.

Wer jedoch mit dem Gedanken spielt, sich kameratechnisch weiter zu entwickeln und den Aufstieg in den Spiegelreflex- oder Bridgebereich scheut, findet in der P6000 eine sehr gut ausgestattete Kompaktkamera. Sie passt nicht nur in die Jackentasche, sondern macht auch unter nicht optimalen Lichtverhältnissen brauchbare Fotos ohne Blitz.

Testbilder

Die maximale Lichtempfindlichkeit der P6000 liegt bei ISO 6400. Jedoch sind alle Fotos mit mehr als ISO 800 nicht mehr zu gebrauchen. Ein deutliches Rauschen ist bereits ab ISO 800 wahrzunehmen. Bei ISO 3200 und 6400 ist die Bildauflösung auf drei Megapixel beschränkt.

Nikon Coolpix P6000 Testbild

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Vollautomatik, ISO 64, Blende 3.0, Belichtungszeit 1/60 Sekunde, Blitz ein, 3.264 x 2.448 Pixel
(Klick vergrößert.)

Nikon Coolpix P6000 Testbild

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Belichtungsreihe mit ISO 64, 100, 200, 400, 800, 1600, 2000, 3200 und 6400, Zimmerbeleuchtung, automatischer Weißabgleich, ohne Blitz, unterschiedliche Belichtungszeiten.
(Klick vergrößert)

Weitere Testbilder finden Sie im netzwelt-Account bei Panoramio in den Links zum Artikel. Dort können Sie die Fotos auch auf Landkarten und Satellitenbildern betrachten.

Datenblatt

Einzeltest

Nikon Coolpix P6000
Stammdaten
Hersteller Nikon
Auflösung 13,5 Megapixel
Zoom 4-fach optisch
Scharfstellung Autofokus und manuell
Belichtungseinstellung Automatik und manuell
Makro ab 2 cm
Technische Daten
Dateiformat JPEG, RAW, AVI
Display 2,7 Zoll LCD
Videoaufzeichnung Ja, max. 640 x 480 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde
Gehäusegröße ca. 65,5 x 107 x 42 mm (ohne vorstehende Teile)
Filtergewinde Ja, für Weitwinkelvorsatz
Energieversorgung
Akku Lithium-Ionen-Akku EN-EL5
AA-Zellen Nein
Laufzeit ca. 260 Aufnahmen
Speicher
Integriert/Größe 48 MB
SD (Secure Digital) Ja
CF (Compact Flash) -
XD (Olympus XD-Picture-Card) -
MS (Sony Memory Stick) -
Zubehör
Im Lieferumfang Lithium-Ionen-Akku EN-EL5, Netzadapter EH-66, USB-Kabel UC-E6, AV-Kabel EG-CP14, Trageriemen AN-CP18, Software-Suite auf CD-ROM
Optional Akkuladegerät MH-61, Weitwinkelvorsatz WC-E76, Adapterring UR-E21, Fernbedienung ML-L3, Blitzgerät SB-400, SB-600, SB-900
Extras GPS-Empfänger
Preis und Gewährleistung
Garantiedauer k.A.
Service Ja
Aktueller Preis ca. 450 Euro (Internet), 499 Euro (UVP)
Bewertung
Design -
Leistung -
Ausstattung -
Vorteile GPS-Empfänger, Lichtstark, manuelle Einstellmöglichkeiten, RAW-Format
Nachteile kein externes Ladegerät, störende Autofokus-Geräusche bei Videoaufnahme

Autor/in: (jj)


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