Eine hochwertige Kompaktkamera für mehr als Geotagging
Wegweisend: GPS-Kamera Nikon Coolpix P6000 im Test
Digitalkamera
Nikon hat in die P6000, wie auch schon in viele andere Modelle, seine Bildstabilisatortechnik Vibration Reduction (VR) mit einer beweglichen Linsengruppe und die automatische Kontrast- und Helligkeitskorrektur namens D-Lightning eingebaut. Per Netzwerkkabel kann man sogar direkt Fotos aus der Kamera in Nikons Foto-Community My Picturetown hochladen.
Praktisch ist die Funktionstaste, die sich den eigenen Bedürfnissen entsprechend mit 18 unterschiedlichen Funktionen belegen lässt. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die Existenz eines optischen Suchers. Er bietet zwar nicht den Komfort wie der Sucher einer Spiegelreflexkamera, erlaubt es aber trotzdem, den Akku durch Ausschalten des Displays zu schonen.
Videos kann die P6000 inklusive Ton aufnehmen. Leider ist der nachziehende Autofokus so laut, dass er die Videoaufnahme stört. Ohne Nachbearbeitung der Tonspur sind die Videos also nicht zu gebrauchen, dabei liegt ihre maximale Auflösung immerhin bei 640 x 480 Pixeln bei 30 Bildern in der Sekunde. Eine nette Zugabe ist die Zeitraffer-Funktion: Kamera auf ein Stativ stellen, Intervall auswählen, Aufnahme starten und am Ende den ganzen Tag in wenigen Minuten oder Sekunden an sich vorüber ziehen lassen.
Nikon Coolpix P6000
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Ein weiterer Nachteil ist das Fehlen eines externen Ladegeräts. Zwar kann man ein Ladegerät optional erstehen, aber das mitgelieferte Ladekabel der P6000 bietet keine Vorteile gegenüber einem Ladegerät. Der Kauf eines Ersatzakkus ist also zwangsläufig mit dem Erwerb eines Ladegeräts verbunden.
Fazit
Nikons Zielgruppe für die P6000 dürften Neueinsteiger ins Geotagging sein und weniger Neueinsteiger in die Fotografie. Der größte Nachteil ist momentan die Wartezeit, bis die Kamera die Satellitensignale verarbeitet. Dies liegt jedoch hauptsächlich am GPS-System und weniger an Nikon. Abhilfe könnte vielleicht ein Standby-Modus schaffen, wie ihn Navis für Autos besitzen. Dieser ginge aber deutlich zu Lasten der Akkulaufzeit. Wer jedoch schon eine brauchbare Kamera besitzt, kommt mit einem externen GPS-Empfänger besser und meist auch billiger davon als mit dem Kauf der P6000.
Wer jedoch mit dem Gedanken spielt, sich kameratechnisch weiter zu entwickeln und den Aufstieg in den Spiegelreflex- oder Bridgebereich scheut, findet in der P6000 eine sehr gut ausgestattete Kompaktkamera. Sie passt nicht nur in die Jackentasche, sondern macht auch unter nicht optimalen Lichtverhältnissen brauchbare Fotos ohne Blitz.
Testbilder
Die maximale Lichtempfindlichkeit der P6000 liegt bei ISO 6400. Jedoch sind alle Fotos mit mehr als ISO 800 nicht mehr zu gebrauchen. Ein deutliches Rauschen ist bereits ab ISO 800 wahrzunehmen. Bei ISO 3200 und 6400 ist die Bildauflösung auf drei Megapixel beschränkt.

![]()
![]()
Vollautomatik, ISO 64, Blende 3.0, Belichtungszeit 1/60 Sekunde, Blitz ein, 3.264 x 2.448 Pixel
(Klick vergrößert.)

![]()
![]()
Belichtungsreihe mit ISO 64, 100, 200, 400, 800, 1600, 2000, 3200 und 6400, Zimmerbeleuchtung, automatischer Weißabgleich, ohne Blitz, unterschiedliche Belichtungszeiten.
(Klick vergrößert)
Weitere Testbilder finden Sie im netzwelt-Account bei Panoramio in den Links zum Artikel. Dort können Sie die Fotos auch auf Landkarten und Satellitenbildern betrachten.
Datenblatt
Weitere Artikel zum Thema
-
Drahtlose Bildübertragung: Nikon Coolpix S52c im Test
Kompakte Digitalkamera mit WLAN-Modul
-
Riesenzoom und WLAN : Drei neue Nikon-Kameras
Nikon Coolpix P80, S52 und S52c vorgestellt
-
Gute Fotos und Bildbearbeitung: DSLR Nikon D60 im Test
Digitale Spiegelreflexkamera tritt in Konkurrenz zu Gimp und Photoshop
Links zum Artikel
Mehr über: Digitalkamera, Testbericht, Nikon, Foto, GPS, Hardware
nach oben




