Zwitter aus Laptop und Desktop
Ausziehen bitte: Notebook Dreamcom 10 im Test
Roland Haberer
Das Dreamcom 10series versucht mit Hilfe eines gewagten Konzeptes den Spagat zwischen vollwertigem Desktop-Rechner und tragbarem Notebook. Ein in der Höhe verstellbares Display und eine nach hinten wegklappbare Dockingstation sollen das Beste aus beiden Welten verbinden.
Inhalt
- Ergonomie: Die Trumpfkarte
- Dockingstation: Anschlussflut
- Leistung: Standardkost mit schlechtem Dessert
- Akku: Keine langen Reisen möglich
- Display: Hohe Auflösung und matt
- Fazit und technische Daten
Ergonomie: Die Trumpfkarte
Ein Hauch von Transformers umgibt diesen Zwitter aus Desktop-Rechner und Notebook. Die Idee dahinter ist gut: Eine mit wenigen Handgriffen zusammenklappbare, vollwertige und ergonomische Arbeitsstation, die mobil genug ist, um auf die ein oder andere Reise zu gehen. Die Grundlage für das Konzept bietet ein gewöhnlicher 15,4-Zoll-Laptop mit Dockingstation. Im aufgebauten Zustand lässt sich diese nach hinten klappen. Die Tastatur ist dadurch leicht geneigt und bietet vor allem beim Tippen einen ergonomischen Vorteil.
Dank eines ausgeklügelten Schienensystems, welches sich am Displaydeckel befindet, kann der Bildschirm in drei Stufen nach oben gezogen werden. Zusätzlich muss auch ein Schieber zum Entriegeln betätigt werden. Dieser befindet sich am unteren Bildschirmrand. Der Mechanismus kann nur mit beiden Händen bedient werden und klemmt des öfteren - vor allem beim Einfahren des Displays. Der Monitor bleibt neigbar, schwenken lässt er sich jedoch nicht. Die gummierten Touchpadtasten haben einen guten Druckpunkt, sind jedoch etwas laut und nicht besonders groß geraten.
Die Tastatur erledigt ihren Job sehr gut, wenngleich sie beim Schreiben leicht nachgibt. Nicht im Sinne des Erfinders ist der Platzverbrauch, wenn der Dreamcom 10series vollständig aufgeklappt wird. Dieser ist vor allem in der Tiefe mit 48 Zentimetern enorm. Auf vielen kleinen Schreibtischen dürfte der Laptop im ausgebauten Zustand daher kaum einen Platz finden. In der Höhe genehmigt sich der Dreamcom mit hochgezogenem Bildschirm stattliche 44 Zentimeter. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher 22-Zoll-TFT mit Standfuß benötigt etwa 50 Zentimeter. Aufgrund der ohnehin schon beachtlichen Abmessungen ist es unverständlich, dass kein 17 Zoll großes Display verbaut wurde. Der Unterschied wäre nicht allzu groß.
Dockingstation: Anschlussflut
Die 3,3 Zentimeter hohe Dockingstation bietet vor allem viele Anschlüsse, auf der linken Seite je einmal VGA, HDMI und S-Video. Weiter geht es mit zahlreichen Soundanschlüssen sowie zwei USB-Ports und einem Firewireanschluss. Auf der rechten Seite befindet sich eine Batterieanzeige, zwei weitere USB-Ports, ein Kartenleser und je ein Express-Card-Slot, ein Netzwerkanschluss sowie der Eingang für das Netzteil.
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