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14.10.2008
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Kostenloses IPTV-Projekt jetzt ohne Software und mit Flash

Internetfernsehen im Browser: Joost erfindet sich neu

Moritz Zielenkewitz

Internetfernsehen im Browser: Joost erfindet sich neu

Der IPTV-Client Joost sollte das Internetfernsehen salonfähig machen, fristete ein Jahr lang jedoch ein Nischendasein. Jetzt ändert das Projekt die Marschrichtung, wirft Software-Ballast ab und greift als reines Online-Portal mit P2P-Unterstützung YouTube und Co. an.

Inhalt

  • Joost: Vom Desktop in den Browser
  • Dank Plugin: Mit P2P zum Live-Inhalt
  • Video-Streams bekommen sozialen Anstrich
  • Bedienkomfort: Werben und Warten
  • Fazit: Neue Chancen, alte Schwächen

Das Update vom 14. Oktober finden Sie am Ende des Artikels.

Joost: Vom Desktop in den Browser

Joost galt lange Zeit als Vorreiter des Internetfernsehens (IPTV). Das Projekt erntete im Jahr 2007 Vorschusslorbeeren, denn die Gründer waren Janus Friis und Niklas Zennström - bekannt durch weltweit erfolgreiche Anwendungen wie Skype und Kazaa. Der innovative Ansatz von Joost: Videos und Filme werden nicht nur von einem Server zum eigenen Computer befördert, sondern über ein P2P-Netzwerk auch unter den Zuschauern vermittelt - wie in einer Tauschbörse.

Woran es trotz Sponsoren und Werbefinanzierung mangelte, war hochklassiger Inhalt. Auch die Notwendigkeit einer Installation machte Joost laut einer Einschätzung der Entwickler unattraktiv. Etwa ein Jahr nach Marktstart entschied sich Joost-CEO Mike Volpi daher, die Inhalte über eine Web-Applikation abspielen zu lassen - der Nutzer braucht dann nur einen Browser.

Joost

Bild verkleinernBild vergrößern

Zeigt jetzt Videos im Browser: Joost.
(Klick vergrößert.)

Dank Plugin: Mit P2P zum Live-Inhalt

In den ersten Wochen konnte sich Joost (gesprochen wie "juiced") aber nicht ganz von einer Installation losreißen. Bevor im Browser unter der Homepage joost.com ein Video erschien, musste der Nutzer ein Plugin für den Browser aufspielen. Dieses kleine Software-Paket sorgt dafür, dass die Verbreitung der Daten über das etablierte P2P-System funktioniert. Besitzer älterer Computer dürfte das ärgern: Das Plugin genehmigt sich 72 Megabyte Arbeitsspeicher.

Mittlerweile sind sämtliche Videos vom aktuellen H.264-Codec in das Flash-Format umgewandelt. Ganz umsonst war die Entwicklung des Plugins indes nicht: Joost plant, später hochauflösende Inhalte sowie Live-Streams anzubieten. Hier soll der Datenaustausch per P2P dafür Sorge tragen, dass die Übertragung möglichst flüssig gelingt. Zwar will Joost diese P2P-basierten Inhalte als Premium Edition vermarkten, dennoch sollen die Videos kostenlos abrufbar sein.

>>> Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Joost im Browser bei Bedienung, Geschwindigkeit und Inhalten abschneidet.


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News Flash, am 22.11.2008 12:18

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