Google-Manager spricht Klartext im Chromium-Blog
Chrome: Kommunikation des Google-Browsers aufgedeckt
Moritz Zielenkewitz
Google Chrome ist weiterhin in der Kritik von Datenschützern, kurz nach der Veröffentlichung ebbte das Interesse der Nutzer ab. Deshalb hat Google jetzt im offiziellen "Chromium-Blog" aufgelistet, wann und warum der Browser Daten versendet. Auch die Datenschutzrichtlinien werden angepasst.
Inhalt
- Google Suggest
- Safe Browsing und unerreichbare Websites
- Standort und Updates
- Datenschutzbestimmungen angepasst
Ian Fette, Produkt-Manager von Google, kommentierte die Situationen, in denen Chrome Kontakt mit Googles Servern herstellt. In diesem Zusammenhang klärte er auch die Frage, ob Chrome auf komplett quelloffenen Programmcode setzt: Chromium ist Open Source, hieraus lässt sich ein funktionierender Browser kompilieren. Auch Google hat das getan und Logo, Update-Service sowie RLZ-Parameter hinzugefügt. Letztere beinhalten verschlüsselte Informationen zu Installationsort sowie -zeit und werden bei Suchanfragen mitgesendet.
Google Suggest
Wenn der Nutzer im als "Omnibox" bezeichneten Adressfeld etwas eingibt, erhält Googles Suggest-Service diese Informationen und sendet Empfehlungen zurück an Chrome. Diese hängen davon ab, wo sich der User befindet. Von den Daten speichert Google laut Fette zwei Prozent zu statistischen Zwecken und anonymisiert die Protokolle nach etwa 24 Stunden.
Chrome: Netzwelt testet den Google-Browser
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Für welche Empfehlung sich der Nutzer letztlich entschieden hat, erfährt Google nur dann, wenn das Versenden von Nutzungsstatistiken im Browser aktiv ist. Google Suggest lässt sich abstellen, indem der User einen anderen Suchanbieter in den Optionen angibt - Fette betont allerdings, dass auch andere Anbieter mit Empfehlungs-Funktionen arbeiten. Eine andere Möglichkeit, Suggest zu unterdrücken, sei der Inkognito-Modus.
Safe Browsing und unerreichbare Websites
Ist in Chrome die Safe Browsing-Funktion aktiviert, lädt der Browser etwa alle 30 Minuten eine Liste mit gefährlichen Websites von Google herunter. Gibt der Nutzer eine Adresse ein, vergleicht Chrome diese mit der lokal auf dem Computer gespeicherten Liste und warnt eventuell. Hat der User die URL einer vermeintlichen Phishing-Seite eingegeben, wird ein Teil der Adresse zu statistischen Zwecken verschlüsselt an Google gesendet. Um das zu unterbinden, muss der Phishing-Schutz komplett deaktiviert werden.
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