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05.10.2008
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Das populäre Linux in der Netbook-Edition

Freeware der Woche: Ubuntu EEE

Jens Fliege

Freeware der Woche: Ubuntu EEE

Beeindruckende Zahlen, die einen Mega-Trend dokumentieren: Bis einschließlich September wurden in diesem Jahr bereits zehn Millionen Netbooks verkauft. Da sie immer leistungsstärker werden, ist statt exotischer Linux-Derivate immer häufiger Windows XP auf den Netbooks anzutreffen. Dabei lässt sich mit wenigen Handgriffen auch ein angepasstes Ubuntu aufspielen als Alternative zu Linpus, XP und Co.

Asus Eee PC mit Ubuntu

Auf Platz eins bei Amazon befindet sich zurzeit der Klassiker unter den Netbooks: der Asus Eee PC in einer aufgewerteten Version mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher, Intel Atom Prozessor und satten 160 Gigabyte Festplatten-Kapazität. Lange Zeit hatte der taiwanesische Hersteller seine Netbooks mit Xandros ausgeliefert. Der aktuelle Verkaufsschlager 1000h hat so viel PS unter der Haube, dass er von Asus mit Windows XP ausgeliefert wird. Die angekündigte Xandros-Variante wurde mittlerweile wieder abgeblasen. Arrivederci Linux?

Nicht unbedingt. Wer nach Alternativen sucht, kann auf das laut Distrowatch populärste Linux zurückgreifen: Ubuntu. Dieses gibt es in einer speziellen Community-Version mit einer deutlich modifizierten Oberfläche. In einer Installationszeit von circa zehn Minuten kann das mittlerweile in die Jahre gekommene XP binnen kurzem durch "Ubuntu EEE" ersetzt werden.

Die Remix-Oberfläche für Netbooks

Falls Sie die Oberfläche von Ubuntu schon mal gesehen haben, werden Sie sofort bemerken, dass "Ubuntu EEE" anders aussieht als der Standard-Desktop der südafrikanischen Linux-Distribution. Das Netbook-OS verwendet eine auf kleine Bildschirme optimierte Oberfläche namens "Ubuntu Netbook Remix" mit besonders großen Icons und angepassten Fensteransichten. Ubuntu-Hersteller Canonical stellte die Oberfläche zusammen mit einer Mobile-Edition erstmalig auf der Computex im Juni 2008 vor.

Die Remix-Oberfläche von Ubuntu EEE

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Die Remix-Oberfläche von Ubuntu EEE
(Klick vergrößert.)

Die Installation vom USB-Stick

Das Image des Betriebssystems wird zunächst als ISO geladen und muss unter Zuhilfenahme eines Zusatz-Tools namens "UNetbootin" auf einem USB-Stick installiert werden. Beim Überspielen wird der Stick bootfähig gemacht. Anschließend können Sie die Installation beginnen.

Für die Installation muss die ISO-Datei mit

Bild verkleinernBild vergrößern

Für die Installation muss die ISO-Datei mit "Unetbootin" bootfähig auf einem USB-Stick aufgespielt werden
(Klick vergrößert.)

Wenn Sie vom USB-Stick aus booten wollen, müssen Sie beim Start des Eee PC 1000h die ESC-Taste drücken. Sollte es beim ersten Mal nicht klappen und Windows starten, waren Sie zu langsam. Drücken Sie direkt beim Start einige Male auf die ESC-Taste. Das Zeitfenster, in dem der Stick angesprochen werden kann, ist sehr klein, da der 1000h im BIOS mit einer Funktion namens "Boot Booster" ausgestattet ist. Dadurch soll Windows XP schneller starten. Entsprechend kurzfristig nur ist der Boot-Vorgang zu beeinflussen.


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grunzer, am 06.10.2008 19:56

Hi,

Was ich hier nicht verstehen kann:
Warum braucht man für das eee Dingens ein abgespecktes Betriebssystem?

Warum ich die Frage stelle:
Mein "Athlon XP 1700+" (1533MHz) mit 1,5GB Arbeitsspeicher und Ubuntu Hardy läuft einwandfrei.
Warum sollte also ein solchesZitat:

Modellname: Eee PC 1000H
- CPU: Stromsparender Intel® Atom™ Prozessor 1,6 GHz
- Intel® Mobile Chipsatz mit integrierter Grafik
- Arbeitsspeicher: 1.024 MB DDR2 RAM
Gerät nicht genauso laufen....:confused:

Gut, ich weiß jetzt nicht wie der Graphikchip ausgelegt ist und ob der sich noch Speicher abzweigt, aber meine alte nv MX400 ist auch nicht das was man eine ultimative Graphikkarte nennen würde ;)
(Und auf einem FujitsuSiemens Scenic L mit rund 1GHz und 512MB -onboardgraphik- habe ich auch ein Ubuntu Gutsy gesehen, was zwar nicht rannte aber lief!)

Wer eine Antwort weiß bitte her damit.
Grüße Grunzer


burnout150, am 07.10.2008 09:56

Die Desktopoberfläche soll ja geänder werden, weil ja Netbooks lediglich 1024 x 600 Bildpunkte haben. Eine Standardoberfläche ist meist suboptimal.

Ein Atom ist auch verflucht langsam.
Reine Vermutung: Ich schätze dein Oldie-PC ist schneller als ein Atom.

Aber das interessante an Netbooks ist:
Preis
Akkuleistung
sehr mobil (leicht und klein)
ideal für Bastler
zum surfen und schreiben reichts locker. Die Architektur vom Atom ist darauf ausgelegt.


gnu-schaf, am 07.10.2008 16:32

Also die Netbook-Remix-Oberfläche ist schon nicht zu verachten. Sieht schick aus, kommt gut an. Das bezieht sich nicht nur auf die Icons, sondern auch auf den Aufbau der gesamten Oberfläche samt Fenstermanagement...


burnout150, am 07.10.2008 16:43

Dell setzt auf eine angepasste Ubuntu 8.04 Version. Diese ist zugleich voll update-fähig ist. Zusätzlich gibt es eine spezielle Dell Launcher Bar:

[img]http://www.abload.de/thumb/image001m7u.jpg
[url=http://www.abload.de/image.php?img=image003yzm.jpg][img]http://www.abload.de/thumb/image003yzm.jpg[/url]


gnu-schaf, am 07.10.2008 16:48

Hochinteressant. Ich frage mich, warum Dell eine eigene Oberfläche konzipiert hat und nicht die Canonical-Remix-Edition verwendet. Vielleicht soll das Xandros-artiger aussehen ;)


grunzer, am 07.10.2008 17:04

Danke erst mal für die Antworten, an die geringeren Auflösungen und die damit veränderte Bedienung habe ich gar nicht gedacht!!

Zitat:

Reine Vermutung: Ich schätze dein Oldie-PC ist schneller als ein Atom.

Da magst Du recht haben, mein geliebter "Oldie-PC" kann sich noch mit den meisten aktuellen -zugemüllten- XP (mit 3000 +x MHz und 2GB...) Rechnern messen (natürlich nicht in 3D und/oder Spielen!).

Ich hatte auch schon mal an die Anschaffung einer solchen Box (kein Netbook aber so ein stationäres Ding http://www.eee-pc.de/2008/05/22/neues-von-der-eeebox ) gedacht. Denn die Vorteile liegen mit dem schnellen Bootvorgang und dem geringen Stromverbrauch doch schon auf der Hand.
Mir geht es oft so, daß ich nur schnell mal nach dem Wetter schauen oder Mails prüfen will. Da nervt es schon ein wenig den dicken Stromfresser in ein-zwei Minuten zu starten :kopfschü:
Aber momentan fehlt das Geld für solche Spielereien. Wenn ich wieder was übrig habe kommt die Renovierung meines Bades dran und vorher muß noch das Schlafzimmer fertig eingerichtet werden.

Grüße Grunzer


gnu-schaf, am 07.10.2008 17:30

Also schnell ist relativ: Ubuntu EEE startet in knapp 40 Sekunden hoch. Bin gespannt, ob die Ibex-Version (8.10) Performance-Schub bringt. Auf jeden Fall die transparente Home-Verschlüsselung ist mit an Bord. Das ist schon mal ein Fortschritt.


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