Netzwelt testet das erste Smartphone mit Android-Betriebssystem
HTC G1: Das Google-Handy im ausführlichen Test
Handy
Lange Schlangen gab es anlässlich der Markteinführung des HTC G1 in den USA nicht - und das, obwohl das erste Mobiltelefon mit Googles Android-Betriebssystem vorher monatelang mit Apples iPhone-Erfolgsgeschichte verglichen worden war. Ein erster Test zeigt denn auch: Das G1 ist kein schickes iPhone - hat aber Potential, ein ebenbürtiger Konkurrent zu werden.
Zwei Tage vor der Markteinführung versicherten T-Mobile-Verkäufer ihren Kunden noch, dass der Startschuss für das G1 durchaus iPhone-Dimensionen erreichen könnte. Jede Filiale habe nur begrenzte Stückzahlen vorrätig. Wer gleich am ersten Verkaufstag eins mit nach Hause nehmen wolle, solle deshalb mindestens eine halbe Stunde vor Ladenöffnung da sein.
Inhalt
- Optik: Sachlich, aber mit Knick
- Eingabe: Pluspunkte für Tastatur und Trackball
- Lokalisierung: Mit eingebautem Kompass
- Multitasking: Kein Problem fürs G1
- Apps: Google Mail und mehr
- Fazit: Ein Telefon mit Zukunft
- Technische Daten und Bewertung
Der Autor dieser Zeilen nahm sich diesen guten Ratschlag zu Herzen und erreichte die T-Mobile-Niederlassung in seiner Nachbarschaft vorsichtshalber sogar eine Stunde zu früh. Dort hatten Mitarbeiter in Erwartung eines Ansturms bereits einen Zettel an ihrer Tür angebracht, auf dem "Schlange fängt hier an" stand. Dummerweise endete sie dort auch. Bis zur Ladenöffnung fanden sich gerade einmal zwei verlorene Seelen ein, die dann von einem Team von fünf Verkäufern umsorgt wurden.
Optik: Sachlich, aber mit Knick
Möglicherweise wächst das Interesse an dem Gerät noch, bis es dann im nächsten Jahr auch in Deutschland erhältlich sein wird. Bisher ist das HTC G1, auch bekannt als das Google-Handy, nur in den USA erwerbbar. T-Mobile bietet das Gerät dort exklusiv für 180 Dollar mit einem Zweijahresvertrag an. Ohne Vertrag soll das Gerät 400 Dollar kosten.

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Sachlich und mit Knick: Das HTC G1 überzeugt eher durch innere Werte. (Bild: HTC.com)
Zum Verkaufsstart in den USA liegen Modelle in einem matten Schwarz und einem dunklen Braun, das von T-Mobile als "Kupfer" angepriesen wird, in den Verkaufsräumen. In den nächsten Wochen will man zudem auch eine weiße Variante auf den Markt bringen. Das Gerät ist auf den ersten Blick nur wenig spektakulär und kaum mit dem gelungenen Design des iPhones zu vergleichen.
Das G1 besitzt ein 3,2-Zoll-Display, und mit seinen simplen Knöpfen und seiner überraschungsfreien Kontur erinnert gerade das schwarze Modell fast ein bisschen an einen etwas veralteten PDA - jedenfalls, wenn da nicht dieser kleine Knick wäre. Das Mikrofon und fünf in seiner Nähe platzierte Buttons mit Basis-Funktionen wie Anrufen und Auflegen hat HTC leicht vom restlichen Gerät abgewinkelt - ganz so, als wollten die Designer das Gerät dann eben doch nicht so furchtbar ernst verstanden wissen.
Eingabe: Pluspunkte für Tastatur und Trackball
Das wichtigste Hardware-Detail und der größte Unterschied zum iPhone ist jedoch die Tastatur, die sich hinter dem per Slider beweglichen Display versteckt. Die Tasten machen insgesamt einen recht guten Eindruck und lassen sich auch ohne großes Üben recht flüssig bedienen. Die Tastatur ist zudem Hintergrund-beleuchtet und ermöglicht damit zumindest theoretisch auch unter suboptimalen Lichtverhältnissen das Treffen der richtigen Tasten. In der Praxis kommt es jedoch ab und an vor, dass die Buchstaben im falschen Blickwinkel kaum zu entziffern sind.
Das Google-Handy HTC G1
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