Spezielles "Zero Ink"-Papier ermöglicht Drucken ohne Tinte
Tomy Xiao: Digitalkamera mit eingebautem Drucker
Digitalkamera
Vom japanischen Spielzeughersteller TakaraTomy kommt eine Kombination aus Digitalkamera und Drucker. Wer beim Tomy Xiao an Polaroid denkt, liegt nicht ganz falsch, aber die Drucktechnik stammt von Zink. Der Firmenname steht für Zero Ink und weist darauf hin, dass der Fotodruck kein Tinte braucht.
Die Kamera des Tomy Xiao hat eine Auflösung von fünf Megapixeln. Angesichts eines Druckers, der ein Papier im 3:2-Format mit den Kantenlängen 7,6 x 4,9 Zentimetern randlos bedruckt, völlig ausreichend. Auf dieser Fläche finden aber immerhin noch 2.592 x 1944 Pixel Platz. Das sind sogar mehr als die 2.560 x 1.920 Pixel, die die Kamera liefert.
Mit ihrer Linse, die fest auf einer Brennweite von 39 Millimetern, umgerechnet auf eine Kleinbildkamera, steht, ist die Kamera nur etwas für Schnappschüsse. Die Belichtungszeit stellt sie automatisch ein. Nur die Art des Weißabgleichs und des Blitzes kann der Fotograf selbst auswählen.

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In drei bunten Farben steht Tomy Xiao zur Auswahl.
(Klick vergrößert.)
Als Sucher dient das 2,48 Zoll große Display auf der Rückseite der Kamera, beziehungsweise des Druckers. Neben ihm befinden sich die wenigen Knöpfe, die zur Bedienung nötig sind. Der interne Speicher der Tomy Xiao mit einer Größe von 16 Megabyte kann mit SD-Speicherkarten erweitert werden. Die Fotos speichert die Kamera im JPEG-Format.
Der Drucker arbeitet mit der "Zero Ink"-Technologie der Firma Zink. Wie der Name nahe legt, benötigt der Drucker keine Tinte. Die 256 möglichen Farben kommen durch Hitze auf das weiße Papier. In dem Spezialpapier befinden sich Kristalle in Cyan, Magenta und Gelb. Für den Druck fährt das Papier unter einem Hitzestrahl hindurch, der die Kristalle zu einer chemischen Reaktion anregt und so mit verschiedenen Temperaturen bis zu 256 unterschiedliche Farben erzeugt.
Kamera und Drucker beziehen ihren Strom aus einem Lithium-Ionen-Akku, der ungefähr zweieinhalb Stunden braucht, bis er komplett aufgeladen ist. Eine Akkuladung reicht entweder für bis zu 20 Ausdrucke oder bis zu 250 Fotos. Wer einen festen Standort hat, kann den Tomy Xiao per Kabel aber auch direkt an die Steckdose anschließen.

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Der Drucker ist etwa doppelt so groß wie die Kamera. Zusammen messen sie 15 x 7,5 x 3,1 Zentimeter.
(Klick vergrößert.)
Ab Ende November verkauft TakaraTomy die Xiao-Kombination aus Digitalkamera und Drucker in Japan. Dort wird Sie umgerechnet etwa 280 Euro kosten. Ein Nachfüllsatz mit 20 Blatt neuem Papier schlägt mit etwa sieben Euro zu Buche. Mit Kosten von rund 35 Cent pro Ausdruck ist der Tomy Xiao also kein ganz billiges Spielzeug.
In Deutschland ist die Firma mit der Marke Tomy aktiv und verkauft vor allem Kinderspielzeug. Das Xiao in die Produktpalette aufgenommen wird, ist eher unwahrscheinlich. Wer jedoch einen Mini-Drucker mit "Zero Ink"-Technik sucht, wird bei Polaroid fündig. Nach dem Ende seiner Sofortbildkameras vertreibt Polaroid derzeit den PoGo. Mit dem mobilen Kleinstdrucker für etwa 130 Euro lassen sich Fotos direkt von der Kamera ausdrucken.
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