Oblong Industries plant Verkauf von handgesteuerten Monitorwänden
G-Speak: Computersteuerung wie in Minority Report
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Die Zukunft holt einen schneller ein, als man denkt. 2002 bewunderten Kinobesucher noch die riesigen Monitorwände mit räumlicher Steuerung in dem Science-Fiction-Film "Minority Report". Jetzt, sechs Jahre später, kündigt die US-Firma Oblong Industries an, G-Speak für den Verkauf entwickelt zu haben - ein Betriebssystem wie es Tom Cruise auf der Kinoleinwand bedient hat.
Die Nähe zu "Minority Report" beruht nicht wie bei bisherigen Vergleichen nur auf der Technik. Denn mit John Underkoffler gehört ein wissenschaftlicher Berater der Filmcrew von Steven Spielberg zum Team von Oblong. Seine Forschung am Massachusetts Institute of Technology (MIT) stand nicht nur Pate für die beeindruckende Technik im Kinofilm, sondern fließt auch in G-Speak ein.
Zur Steuerung des Computers braucht man derzeit nur zwei Handschuhe an den Händen. Ihre Bewegungen erfasst das Betriebssystem und setzt sie auf dem Anzeigegerät um. Dabei kann es sich um große Monitorwände handeln, aber auch um mehrere Bildschirme, die nicht direkt miteinander verbunden sind. Sogar auf einen Tisch vor dem Display lassen sich Elemente aus eben diesem ablegen.
Oblong Industries sieht G-Speak nicht nur als Studie des technisch Machbaren, sondern nennt potentiellen Kunden auch Einsatzmöglichkeiten. Neben der Analyse und grafischen Präsentation großer Datenmengen eigne sich G-Speak auch für das Arbeiten auf dreidimensionalen Bedienoberflächen. G-Speak verbessere die Zusammenarbeit durch die Schaffung von effizienten Anwendungen für mehrere Benutzer.
Außerdem ermögliche G-Speak die Entwicklung von großangelegten Anwendungen, die innerhalb von Firmennetzwerken laufen. Schließlich ließen sich dank G-Speak große Bildschirme und mehrere Computer optimal in eine Arbeitsumgebung einbauen. Es scheint also nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Nachrichtensprecher im Fernsehen mit Handschuhen an den Händen Wahlergebnisse präsentieren.
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