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20.11.2008
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Analysten von Nemertes befürchten Netz-Kollaps bis 2012

Studie: 100 Milliarden Euro, oder das Internet stirbt

Internet & Netzwelt

Studie: 100 Milliarden Euro, oder das Internet stirbt

Bis 2012 wird die Struktur des Internets an ihre Grenzen geführt. Das vermuten die Experten von Nemertes Reseach in einer jetzt veröffentlichten Studie. Demnach werde die Nachfrage an Bandbreite im Netz das Angebot übersteigen. Die Folge: Ein Ausbremsen von Internet und Innovation.

In seiner Studie namens Internet Interrupted: Why Architectural Limitations Will Fracture the 'Net zeigt das Marktforschungsunternehmen auf, warum die Zukunft des Netzes alles andere als rosig aussieht. Die Experten gehen davon aus, dass in zwei bis vier Jahren der Bedarf an Bandbreite und Übertragunsgeschwindigkeit das verfügbare Angebot überschreiten werde.

Noch könnten die etwa 400 Millionen Breitband-Anschlüsse weltweit verkraftet werden, nicht zuletzt dank der fortschreitenden Glasfaser-Technologie beim Kabelbau. Doch der Trend im Internet geht hin zu Video-Inhalten und Netzwerken für den Datentausch, die ein Vielfaches mehr an Datenverkehr erzeugen als das bloße Aufrufen einer Website. Allein das Video-Portal YouTube erzeugt nach Analysen von Nemertes mehr als 1.000 Terabyte Daten pro Tag.

Milliardenkosten für den Erhalt des Internets

Durch diese Entwicklung entsteht nach Angaben der Experten eine so genannte Exaflood - eine exponentiell ansteigende Menge an Online-Inhalten, die der Infrastruktur des Netzes nicht mehr gewachsen sei. Um bis 2012 diese immer weiter aufklaffende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage an Daten schließen zu können, sei global eine Investition von umgerechnet mindestens 100 Milliarden Euro notwendig.

Werden diese Schritte nicht durchgeführt, kommt es nach Ansicht von Nemertes Research zum Kollaps. Analyst Ted Ritter sagt: "Die tatsächliche Verlangsamung des Internets ist dabei nicht so gravierend wie das resultierende Ausbremsen von Innovationen." Im Klartext: Frische Ideen und Vertriebswege würden verschwinden und das Netz zu klassischen und weniger Bandbreite konsumierenden Strukturen zurückkehren müssen.

Die komplette Studie von Nemertes Research finden Sie unten in den Links zum Artikel.


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phonique, am 21.11.2008 10:21

Ganz so happig wie im Beitrag beschrieben wird das nicht. Google macht schon wieder den ersten Schritt in Richtung Revolution und setzt auf das richtige Pferd: "White Spaces" - Nachdem nun auch das altbackene TV-Netz langsam ausstirbt und alles digitalisiert wird, will google diese leergewordenen Sendefrequenzen für das Internet frei machen.

Da ist noch einiges drin. Und ein aus für das Internet ist noch lange nicht zu sehen... ;)


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