Licht aus!
Sparen bei der Beleuchtung
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Nirgendwo lässt sich leichter so viel Geld einsparen wie bei der Beleuchtung. Bis zu 80 Prozent, so schätzt die "Initiative EnergieEffizienz", kann man durch Energiesparlampen und bewusstes Einsetzen von Lichtquellen einsparen.
Durch die lange Nutzungszeit und vielen Lampen im Haushalt, summiert sich der Stromverbrauch durch die Glühbirnen schnell auf die gleiche Summe wie Kochplatten und Backofen. Energiesparen durch neue Energiesparlampen erscheinen daher auf dem ersten Blick unnütze, schließlich verbraucht der Herd doch 3000 Watt und die kleine Birne aber nur 60 Watt. Die Nutzungszeit macht den Unterschied, eine Lampe hat schnell drei oder mehr Betriebsstunden am Tag, ein Ofen selten mehr als eine, in Zeiten von Fastfood und Pizzaservice sogar oft noch weniger.
Effizientes Beleuchten kann also richtig Geld sparen. Nebenbei hilft das auch dem Klima, denn bei der Stromerzeugung entsteht Kohlendioxid - hauptverantwortlich für den Treibhauseffekt.
Auf Licht verzichten: Der einfache Weg
Am leichtesten spart man Strom mit seiner Beleuchtung, indem man darauf verzichtet. Wie oft haben Sie sich schon erwischt, dass eine Lampe viel zu lange unnötig leuchtet? Draußen wird es heller tagsüber und die Lampe vom Morgen ist immer noch an. Die Grundregel: Verlassen Sie einen Raum länger als 15 Minuten, schalten Sie das Licht aus.
Genauso einfach lässt sich im Treppenhaus oder Keller Energie sparen. Setzen Sie hier auf Abschaltautomatiken, helle Wände oder reflektierende Lampenschirme.
Außenbeleuchtung: LED als stromsparende Alternative
Glück hat, wer die lauen Sommerabende im Freien verbringen kann. Für eine angenehme Atmosphäre spielt die passende Außenbeleuchtung eine wichtige Rolle. Bei Balkon- und Gartenbesitzern erfreuen sich besonders Lichterketten und Lichtschläuche großer Beliebtheit. Kaum jemand denkt dabei an den Stromverbrauch des Lichterschmucks.
Ein Tipp kommt von der "Initiative EnergieEffizienz", die verrät, wie man trotz schöner Außenbeleuchtung keinen hohen Stromverbrauch zu fürchten hat. Dabei haben es die Energie-Experten insbesondere auf die Stromfresser Lichtschläuche abgesehen. Zwei zehn Meter lange Lichtschläuche, die in den Sommermonaten Mai bis August täglich drei Stunden leuchten, verbrauchen fast so viel Strom, wie ein 140-Liter-Kühlschrank der sparsamsten Energieeffizienzklasse A++ im gesamten Jahr benötigt. Das entspricht Stromkosten in Höhe von 20 Euro pro Jahr, unterstellt man einen Strompreis von 18 Cent/kWh.
Statt Standard-Lichterketten oder -schläuche zu verwenden, soll man auf eine Außenbeleuchtung mittels LED (Licht emittierende Dioden) setzen. So benötigen zum Beispiel LED-Lichterketten nur einen Bruchteil des Stroms, der für herkömmliche Lichterketten aufgewendet werden muss. Für die Außenbeleuchtung eignen sich LED auch wegen ihrer Robustheit besonders gut. Jede einzelne Diode ist von unzerbrechlichem, kristallklarem Harz umschlossen.
LED sind eine relativ neue Technik – und in Sachen Energieeffizienz ist der LED-Lichterschmuck dem Lichterschmuck mit herkömmlichen Glühlampen weit voraus. Je nach Qualität verbrauchen weiße LED bei gleicher Helligkeit nur knapp ein Drittel des Stroms, den herkömmliche Glühlampen benötigen. Und wer farbige LED bevorzugt, der spart richtig, denn sie sind noch stromeffizienter. LED leuchten bis zu 100.000 Stunden, das heißt 100-mal länger als normale Glühlampen.
Dimmbare Energiesparlampen: Deckenfluter leuchten günstiger mit Energiesparlampen
In den Herbst- und Wintermonaten, spielt die richtige Beleuchtung für das Wohlbefinden eine große Rolle. In deutschen Wohnzimmern wimmelt es deshalb von Deckenflutern, weil sie eine behagliche Atmosphäre schaffen. Doch mit Halogenlampen betrieben, können sie schnell zur Kostenfalle werden. Sinnvoller ist hier der Kauf von Deckenflutern mit herkömmlichen Glühlampen, die dann auch durch Energiesparlampen ersetzt werden können.
Viele der marktüblichen Deckenfluter werden mit 300 oder sogar 500 Watt-Halogenlampen betrieben und verbrauchen dadurch sehr viel Strom. Bei einem angenommenen Strompreis von 18 Cent/kWh verursacht ein einziger 300 Watt-Deckenfluter, der täglich ca. 2,5 Stunden in Betrieb ist, jährliche Stromkosten über 50 Euro. Ein Deckenfluter mit 500 Watt-Halogenlampen kommt sogar auf Stromkosten von über 80 Euro im Jahr. Die Kosten für den Strom im ersten Jahr können damit schnell die Anschaffungskosten übersteigen.
Kommt jedoch ein Deckenfluter zum Einsatz, der mit herkömmlichen Glühlampen betrieben wird, können die Glühlampen durch Energiesparlampen ausgetauscht werden. Ersetzt man zum Beispiel eine 100-Watt-Glühlampe durch eine 20-Watt-Energiesparlampe, können bis zu 80 Prozent der Stromkosten für Beleuchtung gespart werden. Und nutzt man dimmbare Energiesparlampen, kann zudem die Lichtintensität je nach Wunsch individuell eingestellt werden. Hier hilft auch gerne der Fachhändler.
Wie stromeffizient eine Lampe tatsächlich ist, erkennt der Verbraucher am EU-Label, das auf der Produktpackung zu finden ist. Es teilt die Lampen in Energieeffizienzklassen ein. Die Einteilung reicht dabei von Energieeffizienzklasse A (sehr effizient) bis G (ineffizient). Herkömmliche Glühlampen verbrauchen viel Strom, so dass sie bestenfalls mit Klasse D eingestuft werden. Die für Deckenfluter üblichen 230-Volt-Halogenlampen findet man in den Klasse D und E. Energiesparlampen hingegen, erhalten aufgrund ihrer Stromeffizienz die Klasse A oder B.
Watt ist nicht gleich Watt
Eine Energiesparlampe wird zur Energiesparlampe, weil sie durch ihren Aufbau wesentlich weniger Watt benötigt. Wo im Haushalt 60-Watt-Birnen zum Einsatz kommen, genügt häufig eine 11-Watt-Energiesparlampe. Welche Energiesparlampe bei gleichem Licht mächtig Kosten spart, zeigt die nachfolgende Tabelle.
| Glühlampe | Energiesparlampe |
|---|---|
| 15 Watt | 3 - 5 Watt |
| 25 Watt | 5 - 7 Watt |
| 40 Watt | 7 - 9 Watt |
| 60 Watt | 11 - 16 Watt |
| 75 Watt | 15 - 20 Watt |
| 100 Watt | 20 - 23 Watt |
| 120 Watt | 23 - 26 Watt |
Beachten Sie aber unbedingt, dass Energiesparlampen in verschiedenen Größen und Formen angeboten werden - ganz wie die ineffizienten Vorgänger. So können Sie auch in Ihren alten Kronleuchter ohne Probleme eine sparsame Kerzenlampe integrieren.
Soll die Lampe dimmbar sein, muss das ausdrücklich auf der Packung vermerkt sein. Andere Lampen sind nur bedingt dimmbar. Beim Kauf sollten Sie auch auf die Lebensdauer achten. Die reicht bei Energiesparlampen von fünf bis 15 Jahren und sollte bei der Anschaffung keine unwesentliche Bedeutung haben.
Tipp: Die Effizienzklasse macht den Unterschied
Licht ist bei einer Lampe eigentlich nur ein "Abfallprodukt". Eigentlich hätten Lampen Heizungen werden sollen. Tatsächlich wird die Glühwendel einer Glühbirne durch den Stromfluss bis auf rund 2.900 Grad Celsius erhitzt und sendet sichtbares Licht aus. Allerdings werden nur zwischen fünf und zehn Prozent der elektrischen Energie in sichtbares Licht verwandelt. Der Rest geht als Wärme verloren, das ist dürftig!
Besser machen es Halogenlampen und Leuchtstofflampen, die immerhin zwischen 15 und 35 Prozent für das Licht benutzen. Eine Leuchtstofflampe braucht also etwa ein Füntel der Energie einer Glühlampe bei gleicher Leuchtkraft. Multiplizieren Sie das mit der Anzahl aller Lampen in Ihrem Haushalt!
Eine effiziente Energiesparlampe erkennen Sie am EU-Label, das direkt auf der Packung angebracht ist. Die Einteilung geht von A wie sehr effizient bis zu G ineffizient. Energiesparlampen haben die Kennzeichnung A oder B (grün).
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